Lese-Rechtschreibschwäche

 

Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben können einzeln oder in Kombination auftreten:

  • Verdrehungen von Lauten / Buchstaben (ie/ei, b/p, b/d ...)
  • Weglassen oder Hinzufügen von Lauten und / oder Silben
  • Worte werden auf unterschiedliche Weise falsch geschrieben (Vata, Varter, Fahter ...) und manchmal auch richtig
  • was "gestern" geübt wurde, ist "heute" wieder weg ...
  • die einzelnen Buchstaben werden gelesen, aber das Wort nicht erkannt
  • "lang" oder "kurz" wird nicht unterschieden
  • Wortgrenzen werden verwischt, schreiben "ohne Punkt und Komma"
  • Rechtschreibregeln können in selbst verfassten Texten nicht angewendet werden
  • Das Gelesene wird nicht verstanden bzw. kann nicht wiedergegeben werden
  • ...

Unverzichtbare Grundlage einer erfolgreichen Lerntherapie ist die Methode des "Rhythmischen Syllabierens" nach C. Reuter-Liehr (s.u.), durch die Sprechen, Lesen und Schreiben eine Struktur bekommen und mit allen Sinnen erfahrbar werden. Trainiert wird zunächst mit lautgetreuen Wörtern, darauf bauen sukzessive die Regeln auf. Zusätzlich zur Basisarbeit an den Lauten - Buchstaben - Silben - Worten ... beziehe ich in meiner Arbeit auch den Schulstoff mit ein, damit die Lernenden möglichst bald zu Erfolgserlebnissen kommen.

"Diese ewigen Silben sind echt nervig - aber ok, es funktioniert." (cooler Kerl, 13 Jahre)

 

 

Weitere wertvolle Informationen erhalten Sie beim Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie e.V.:

https://www.bvl-legasthenie.de/images/static/pdfs/bvl/1_BVL_Ratgeber-Legasthenie_2018.pdf

und unter:

http://www.lrs-therapie.de
Von Frau Reuter-Liehr stammt der Begriff des "Rhythmischen Syllabierens", ich verwende in meiner Arbeit u.A. ihr Material "Lautgetreue Lese-Rechtschreibförderung" (3. Auflage, Bochum 2006)